Billeder Familienbuch

= Ortssippenbuch =

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ach langjähriger Arbeit liegt das Billeder Familienbuch in drei Bänden nun vor. Es ist ein stattliches Buch geworden, in dem die Daten über die Menschen zusammengefasst sind, die über 9 Generationen in dem deutschen Dorf Billed, in der Banater Heide, gelebt und gewirkt haben. Die Daten stammen aus den Matrikelbüchern der katholischen Pfarrgemeinde Billed. Dank der von Josef Herbst geführten Ortskartei konnten in das Familienbuch auch Daten der Billeder aufgenommen werden, die während des letzten Krieges oder in den Jahrzehnten danach eine neue Heimat in Deutschland, Österreich, Frankreich und Übersee gefunden haben. Das Billeder Familienbuch berichtet nicht über die geschichtlichen Ereignisse, in die das Dorf im Laufe der vergangenen 235 Jahre eingebunden war. Dennoch spiegelt sich die erlebte und erlittene Geschichte von Einzelpersonen, Familien und der Dorfgemeinschaft über 9 Menschengenerationen in diesem Buch wider. In dem Buch erscheinen die Namen von etwa 35.000 Menschen. Manche Personen erscheinen nur einmal, von den meisten erfahren wir jedoch alle wichtigen Lebensdaten. Versuchen wir diese nachzuvollziehen, entstehen aus Namen und Zahlen Menschen mit ihrem Lebensweg und ihrem ganz persönlichen Schicksal. Wenn wir nun anhand der vorliegenden Daten unseren persönlichen Stammbaum erstellen, wird uns mehr denn je bewusst, dass jeder von uns ein Glied in einer langen Kette Vorausgegangener ist. Dabei handelt es sich nicht nur um eine lineare Verflechtung, sondern, ähnlich wie beim Maschendraht, um eine sich   =>

ausbreitende Fläche, in der bei sieben Vorfahrengenerationen 254 Menschen vor uns stehen. Das Familienbuch wird ergänzt durch eine Vielzahl von Listen, Tabellen und Graphiken, die über die Entwicklung der Dorfgemeinschaft von der Dorfgründung, im Jahre 1765, bis heute berichten. Eine über viele Generationen gewachsene Dorfgemeinschaft ist nichts Förmliches, sie entsteht nicht durch einen Akt und löst sich nicht durch ein bestimmtes Ereignis auf. Obwohl in Billed selbst heute nur mehr gut über ein Hundert der Unseren leben, besteht die dort gewachsene Gemeinschaft fort. Wo immer wir heute leben und wie gut es den meisten von uns auch gehen mag, eine Gemein-schaft und Kameradschaft, wie es sie in Billed gab, hat kaum einer von uns nochmals gefunden. Daher ist es nicht erstaunlich, dass Landsleute, die schon in der dritten und vierten Generation in den USA leben, immer noch eine Bindung an Billed und die Billeder haben. Dem Verfasser des Buches, Herrn Hans Wikete, gilt unser herzlicher Dank für die mü-hevolle jahrelange Erfassung der Personen- und Familiendaten. Ebenso danken wir Hans Rothgerber, der das Buch gestaltet hat und allen Landsleuten, die mit Beiträgen oder Informationen das Buch ergänzt haben. Das Buch wird allen Lesern einen neuen Bezug zu ihren Vorfahren schaffen und die Wurzeln ihrer Familie freilegen. Es wird auch künftigen Generationen, die unser Billed aus eigener Wahrnehmung nicht mehr kennen werden, die Möglichkeit bieten, ihre Ahnen und ihre Herkunft zu erforschen. Möge es allen Lesern angenehme Stunden der Nachforschung bereiten und auch dazu beitragen, unsere Heimatgemeinschaft zu festigen.
Peter Krier

     

 

 

Gedanken des Verfassers zum Billeder Familienbuch

ährend der Verkartung der Billeder Matrikelbücher habe ich einige Besonderheiten bemerkt, die mir erwähnenswert erscheinen: Bei der Bearbeitung und Durchsicht der Daten im Billeder Familienbuch wird einem der alte Kolonistenspruch: „Die Ersten den Tod, die Zweiten die Not, die Dritten das Brot“ voll bewusst. Wie die Zahlen belegen, sind in den ersten sechs Jahren 356 Erwachsene in Billed gestorben. Bei einer angenommenen Einwohnerzahl von 1000 Personen sind dies mehr als ein Drittel der Bewohner des Ortes. Aus Existenznöten wurde nach einem Todesfall bald wieder geheiratet. In vielen Fäl-len haben Witwen ledige Männer geheiratet. Bei der Erziehung der Kinder gab es dabei keinen Unterschied, sie galten alle als Kinder der einen Familie. Die erste Geburt im Billeder Geburtenregister ist am 11.09.1766 eingetragen, im Trau-register ist die erste Heirat am 14.09.1766 eingetragen und im Sterberegister wurde der erste Todesfall am 09.09.1766 registriert. Vollständig verkartet ist eine Familie, wenn geheiratet wurde und alle Geborenen auch mit Sterbedatum versehen sind. Dies war in vielen Fällen möglich; bei Familien oder Personen, die in ein anderes Dorf gezogen oder ausgewandert sind, war eine vollständige Verkartung nicht möglich. Am häufigsten   =>

kommt der Familienname Slavik vor, 120 Männer mit diesem Namen haben in Billed geheiratet.
Der älteste Siedler in Billed war der 1661 im Sauerland geborene Melchior Flegel, der im März 1767 im Alter von 106 Jahren in Billed starb. Andere Siedler, die noch im 17. Jahrhundert geboren wurden, sind: Margaretha Nittles 1661, Nikolaus Must 1679, Jakob Praun aus Altrich 1682, Anna Eisenbart aus Trier1689, Katharina Schreder 1690, Barbara Vild aus Lohringen1690, Peter Fiol 1690, Maria Buzenberger aus Trier 1692, Susanna Zimmer 1693, Wilhelm Landwein aus Trier 1694, Martha Phoster aus Trier 1696, Michael Reichl 1697, Johann Sternberger aus Trier 1698, Anton Flaeger aus Offeln 1698, Johann Kling aus Schwens 1698 und Maria Rod 1698. Nach vierjähriger Arbeit übergebe ich die Datei des Familienbuches Billed nun der Heimatgemeinschaft Billed zum Druck. Ich hoffe, das Buch findet viele interessierte Leser, die sich damit ihren Familienstammbaum erstellen können.10 Noch eine Bitte! Ergänzungen der Familiendaten, die sich sicher finden werden, bitte an meine Adresse, Hans Wikete, Siemensstraße 9 in D-71272 Renningen senden, damit wir die Datei ergänzen können.

Renningen im Dezember 1999
Hans Wikete