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Billeder
Heimattreffen 2009
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Brigitte Hehn |
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Am Samstag, den 30. Mai 2009, lag im Stadtteil Karlsruhe-Neureut, rund um die Badnerland Halle viel mehr als nur die Vorfreude an das bevorstehende Pfingstfest in der Luft. Schon in den Morgenstunden begannen sich die Parkplätze mit Autos zu füllen, denen Menschen mit erwartungsvollen Gesichtern entstiegen, junge und alte, mit Augen freudvoll suchend nach Landsleuten aus der alten Heimat. Und dann war sie plötzlich überall, die Wiedersehensfreude: Das lange Warten hatte ein Ende und die Billeder waren nach zwei langen Jahren wieder einmal "oner sich"! Im Vorfeld der Eröffnung hatten viele fleißige Hände für die gute Organisation gesorgt, so dass alles wie am Schnürchen lief und ein vielfältiges kulturelles Programm das Heimattreffen umrahmte. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden der Heimatgemeinschaft Billed e.V., Werner Gilde, wurde im Foyer der Badnerland Halle eine Ausstellung zum Thema "Billeder Musikleben früher und heute" eröffnet. Adam Tobias, selbst durch und durch ein überzeugter Musikant, wusste in seiner Ansprache zur Ausstellung ebenso interessante Details aus den zwanziger Jahren zu berichten, wie er über die neuesten Tonaufnahmen mit typischen Billeder Klängen zu erzählen wusste, so dass viele Landsleute gespannt zuhörten. Zu Gast beim Heimattreffen war diesmal der bekannte Komponist Johann Mathis, dessen Wiege in Billed stand. Zu seinen Ehren stimmte die Musikkapelle die Lieder "Ich denk so gerne an daheim" und "Abschied von der Mutter" an, die aus seiner Feder stammen und die von den Solistinnen Irmgard Holzinger-Fröhr und Melitta Giel eindrucksvoll dargeboten wurden. Wie so oft sorgte die Trachtengruppe unter der Leitung von Adelheid Müller und Werner Gilde wieder für Aufsehen, die unter anderem den Kirchweihtanz vorführte. Auch hier hatten viele fleißige Hände im Vorfeld die Trachtenröcke vorbereitet, sorgfältig jede einzelne Falte an ihrem rechten Fleck gerückt, so dass die luftigen Trachtenröcke beim Tanz schwangen und die seidenen Schultertücher prachtvoll glänzten. Ein Zeichen dafür, wie lebendig das Billeder Brauchtum auch bei der heranwachsenden Generation ist, zeigte die Kindertanzgruppe in banat-schwäbischer Tracht, die angeleitet von Helga Ebner, Angela Schmidt sowie Elwine Muth und Dagmar Österreicher bewies, wie brav sie ihre Choreographie einstudiert hatte. Die kleinen Trachtenträger bereiteten den Gästen nicht nur durch ihre Tänze eine Freude, vielmehr sorgten "schwowische Witze" für erfrischendes Lachen und die vorgetragenen Heimatgedichte, viele in Billeder Mundart, zeugten von der Lebendigkeit des Billeder Dialektes gerade bei den kleinen, bereits in Deutschland geborenen "Schwoweleit". Der Trachtenumzug am frühen Nachmittag durch die Straßen Neureuts wäre wohl von vielen Anwohnern unbemerkt geblieben, hätten den Trachtenpaaren da nicht die schwungvollen Klänge der Blasmusikkapelle, Takt und Rhythmus vorgebend, zur Seite gestanden und diese begleitet. Mit solch festlichem Geleit wurde der stellvertretende Ortsvorsteher von Neureut, Herr Prof. Hans Müller, von zu Hause abgeholt und zur Badnerland Halle begleitet, wo er Grußworte an die versammelten Gäste richtete. Geladene Ehrengäste waren auch Bürgermeister Michael Obert sowie der Landesvorsitzende der Banater Schwaben, Herr Josef Prunkl, welche die Gäste mit je einer Ansprache begrüßten. Wie bei jedem Treffen gehörte auch diesmal der Festgottesdienst in der katholischen Kirche St. Judas-Thaddäus mit der Straußweihe zum festen Bestandteil des Programms. Die hl. Messe wurde von Pfarrer Marius Frantescu, ein Billeder-Kind welcher im letzten Jahr die Pristerweihe in Dingolfing empfangen hat, zelebriert. Für eindrucksvolle Augenblicke sorgten Frau Magdalena Roos an der Orgel, die Solistinnen Irmgard Holzinger-Fröhr und Melitta Giel sowie der Billeder Kirchenchor unter der Leitung von Frau Maria Muhl. Es wäre aber nur die Hälfte gesagt, würde man nur auf den - sicherlich gut gelungenen und unverzichtbaren - kulturellen Part des diesjährigen Pfingsttreffens verweisen. Wie so oft war das große Erzählen der eigentliche Mittelpunkt des Billeder Treffens. Die Wiedersehensfreude war groß, vertraute Gesichter zu erblicken, miteinander zu reden, teilzuhaben am Leben der anderen. So war das Pfingsttreffen eine Zeit des Eintauchens in die Erinnerungen an die alte Heimat, vor allem war es aber eine Zeit des Austauschens, sei es mit Verwandten, Freunden, ehemaligen Klassen- oder Arbeitskollegen, deren Leben man für einen Nachmittag streifte, um bleibende Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Die große Zeit der Begegnung und des Erzählens hielt den ganzen Samstagnachmittag an und dauerte bis in die Abendstunden, als es dann heiter weiterging mit Unterhaltung, bei guter Stimmung, mit Musik und Tanz. Am Sonntagmorgen klang das Pfingsttreffen der Billeder mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Karlsruher Hauptfriedhof, am Billeder Denkmal, aus. In seiner Ansprache gedachte Werner Gilde der verstorbenen Landsleute, die Totenehrung erfolgte durch Johann Jobba und Joseph Thöresz, die Ehrung der Verstorbenen vollzog Sepp Herbst. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier von den Klängen der Bläsergruppe unter der Leitung von Jakob Groß und Adam Tobias, sowie den Gesängen des Chors. Des weiteren wirkte Arlene Hell mit "Lied der Heimat" mit, das Gebet "Danket dem Herrn" sprach Elisabeth Luckhaub. Allen Organisatoren und Mitwirkenden, die durch Ihr Engagement und Ihren Fleiß zum guten Gelingen des Billeder Pfingsttreffens beigetragen haben sei auf diesem Wege herzlich gedankt. Ebenso sei allen Gästen gedankt, die durch ihr Kommen die Bedeutung unserer Heimattreffen sowie unser Wir-Gefühl untermauert haben und so für den Fortbestand unserer Tradition sorgen. Das nächste Pfingsttreffen im Jahr 2011 ist schon in Planung und es soll sogar ein Highlight werden… Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Alle Billeder Landsleute und Freunde Billeds laden wir bereits jetzt herzlich zum nächsten Heimattreffen ein. Auf Wiedersehen in zwei Jahren bei guter Gesundheit! |
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